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Google-Unternehmensprofil erstellen: So geht's

Ohne Google-Unternehmensprofil fehlst du dort, wo Kunden zuerst suchen. Das Profil kostet nichts, und du brauchst dafür keine Agentur. Hier ist der komplette Weg, Schritt für Schritt.

21. Juli 2026 · 8 Min. Lesezeit

Andreas KellerGründer, powerhandwerk

Wenn Kunden in deiner Stadt nach einem Handwerker suchen, zeigt Google zuerst den Karten-Kasten mit drei Betrieben. Dort stehen keine Websites, sondern Unternehmensprofile. Ohne Profil findest du in dieser Box nicht statt.

Diese Anleitung ist auf dem Stand von Juli 2026. Google baut die Oberfläche immer wieder um, die Schritte selbst bleiben aber seit Jahren gleich.

Was du vorher brauchst

Leg dir drei Dinge zurecht, dann bist du in einer halben Stunde durch:

  • Ein Google-Konto für den Betrieb. Nicht das private Konto eines Mitarbeiters, denn das Profil soll dem Betrieb gehören, auch wenn Leute wechseln.
  • Deine Firmendaten in der Schreibweise, die überall gelten soll: Name, Adresse, Telefonnummer, wie auf deinem Briefkopf.
  • 15 bis 30 Minuten Ruhe. Die Bestätigung durch Google kann danach je nach Weg noch dauern, deine Arbeit ist aber erledigt.

Ein Hinweis vorab, der später viel Ärger spart: Leg dich bei der Schreibweise fest. Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf Website, Profil und in Verzeichnissen exakt gleich geschrieben sein. Auch Kleinigkeiten wie GmbH oder die Abkürzung der Straße zählen, denn Google und KI-Dienste erkennen deinen Betrieb an genau diesen Daten wieder.

Schritt 1: Prüfe, ob es deinen Betrieb schon gibt

Such deinen Firmennamen und deinen Ort bei Google Maps. Oft existiert schon ein Eintrag, den Google automatisch angelegt hat, zum Beispiel aus Branchenverzeichnissen.

Wenn ja: Leg kein neues Profil an. Ein doppelter Eintrag verwirrt Google und deine Kunden. Spring stattdessen zum Abschnitt über die Übernahme weiter unten.

Schritt 2: Profil anlegen

Such bei Google nach Google Unternehmensprofil erstellen und nimm das Angebot von Google selbst, erkennbar an der Adresse google.com. Melde dich mit dem Firmen-Konto an und gib den Firmennamen exakt in deiner festgelegten Schreibweise ein.

Fantasie-Zusätze wie Elektriker Meier, der Günstigste in der Region sind nicht erlaubt und können zur Sperrung führen. Der Name im Profil muss dein echter Firmenname sein.

Schritt 3: Die richtige Kategorie

Die Hauptkategorie entscheidet mit, bei welchen Suchen dein Profil erscheint. Wähle die genaueste, die es gibt: Elektriker statt Handwerker, Fliesenleger statt Bauunternehmen. Weitere Kategorien kannst du danach ergänzen, wenn du die Leistungen wirklich anbietest.

Schritt 4: Adresse oder Servicegebiet?

Jetzt kommt die Frage, an der viele Handwerker hängen bleiben: Sollen Kunden deine Adresse sehen und dich dort besuchen können?

Hast du eine Werkstatt, einen Laden oder ein Büro mit Kundenverkehr, gib die Adresse an und lass sie anzeigen. Arbeitest du nur beim Kunden, wie die meisten Handwerksbetriebe, wähle Nein und trag stattdessen ein Servicegebiet ein: die Städte oder Landkreise, in denen du arbeitest. Deine Adresse bleibt dann unsichtbar, das Profil funktioniert genauso gut. Gerade wenn du von zu Hause arbeitest, ist das der richtige Weg.

Übertreib es mit dem Gebiet nicht. Google empfiehlt in seiner Hilfe als Faustregel rund zwei Stunden Fahrzeit. Ein ehrliches Gebiet wirkt auch auf Kunden glaubwürdiger als halb Deutschland.

Schritt 5: Kontaktdaten und Öffnungszeiten

Trag deine Telefonnummer und, falls vorhanden, deine Website ein. Bei den Öffnungszeiten gilt: ehrlich bleiben. Trag die Zeiten ein, zu denen wirklich jemand ans Telefon geht. Ein Profil mit durchgehend geöffnet, bei dem nachts niemand abnimmt, produziert genau die enttäuschten Anrufer, die später schlechte Bewertungen schreiben.

Schritt 6: Die Bestätigung

Google will wissen, dass es deinen Betrieb wirklich gibt. Je nach Fall bietet Google dir dafür Telefon, Video oder einen Brief mit Code an. Beim Video zeigst du zum Beispiel dein Firmenfahrzeug, dein Werkzeug oder deinen Firmensitz.

Erst nach der Bestätigung ist dein Profil voll öffentlich sichtbar und du hast die Kontrolle über alle Angaben. Per Video oder Telefon geht das oft am selben Tag, der Brief braucht meist ein bis zwei Wochen.

Schritt 7: Fotos und Leistungen

Ein bestätigtes Profil ohne Fotos wirkt wie ein Rohbau. Lade zum Start dein Logo, ein Foto von dir oder deinem Team, dein Fahrzeug und zwei, drei echte Baustellen hoch. Echt schlägt Hochglanz.

Trag danach deine Leistungen einzeln ein, mit den Worten, die Kunden benutzen: Wallbox-Montage, Badsanierung, Dachrinne reparieren. Kunden suchen nach ihrem Problem, nicht nach deiner Berufsbezeichnung.

Wenn der Eintrag schon existiert: übernehmen statt neu anlegen

Hat Google deinen Betrieb schon angelegt, steht im Eintrag der Hinweis Inhaber dieses Unternehmens?. Tippe darauf, melde dich mit dem Firmen-Konto an und durchlaufe dieselbe Bestätigung wie oben. Danach gehören Eintrag und alle Angaben dir.

Wie du ein übernommenes Profil danach richtig aufräumst, liest du in unserem Beitrag über die 5 häufigsten Fehler im Google-Profil.

Die ersten 30 Tage

Ein frisches Profil braucht Futter. Drei Dinge bringen am Anfang am meisten:

  • Bitte deine nächsten drei zufriedenen Kunden um eine Bewertung und antworte auf jede.
  • Lade nach jeder passenden Baustelle ein Foto hoch, direkt vom Handy.
  • Schau nach zwei Wochen einmal rein: Google schlägt manchmal selbst Änderungen vor, die du prüfen und ablehnen oder annehmen solltest.

Und erwarte keine Wunder in der ersten Woche. Ein Profil wächst mit Pflege, Bewertungen und der Zeit. Was du heute einträgst, ist das Fundament, nicht das fertige Haus.

Was kostet das Google-Unternehmensprofil?

Nichts. Anlegen, bestätigen und pflegen ist komplett kostenlos. Bezahlen musst du höchstens, wenn du dir bei der Pflege helfen lässt. Anrufe, die dir mit einem angeblich kostenpflichtigen Google-Eintrag drohen, sind eine bekannte Masche: auflegen.

Geht das auch ohne Website?

Ja. Das Profil funktioniert auch ohne Website, und für den Start ist es der wichtigere Schritt. Wann sich eine Website zusätzlich lohnt, haben wir in einem eigenen Beitrag beantwortet: Website oder Google-Profil, was zuerst?

Lieber prüfen lassen?

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