
Wenn Kunden in deiner Stadt nach einem Handwerker suchen, zeigt Google zuerst den Karten-Kasten mit drei Betrieben. Dort stehen keine Websites, sondern Unternehmensprofile. Ohne Profil findest du in dieser Box nicht statt.
Diese Anleitung ist auf dem Stand von August 2026. Google baut die Oberfläche immer wieder um, die Schritte selbst bleiben aber seit Jahren gleich.
Der Ablauf in Kürze
Damit du weißt, was auf dich zukommt: Das Anlegen selbst dauert eine halbe Stunde. Danach wartest du auf die Bestätigung durch Google. Diese sieben Schritte gehst du durch:
- Prüfen, ob Google deinen Betrieb schon eingetragen hat
- Profil anlegen und den Firmennamen exakt eintragen
- Hauptkategorie wählen
- Adresse anzeigen oder Servicegebiet eintragen
- Kontaktdaten und Öffnungszeiten ergänzen
- Bestätigung durchlaufen, per Video, Telefon oder Brief
- Fotos und Leistungen nachtragen
Was du vorher brauchst
Leg dir vier Dinge zurecht, dann bist du in einer halben Stunde durch:
- Ein Google-Konto für den Betrieb. Nicht das private Konto eines Mitarbeiters, denn das Profil soll dem Betrieb gehören, auch wenn Leute wechseln.
- Deine Firmendaten in der Schreibweise, die überall gelten soll: Name, Adresse, Telefonnummer, wie auf deinem Briefkopf.
- Etwas, das deinen Betrieb belegt. Google verlangt einen echten Betrieb mit Kundenkontakt. Firmenfahrzeug, Werkstattschild, Briefpapier oder Gewerbeanmeldung helfen dir später bei der Bestätigung.
- 15 bis 30 Minuten Ruhe. Die Bestätigung durch Google kann danach je nach Weg noch dauern, deine Arbeit ist aber erledigt.
Ein Hinweis vorab, der später viel Ärger spart: Leg dich bei der Schreibweise fest. Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf Website, Profil und in Verzeichnissen exakt gleich geschrieben sein. Auch Kleinigkeiten wie GmbH oder die Abkürzung der Straße zählen, denn Google und KI-Dienste erkennen deinen Betrieb an genau diesen Daten wieder. Ob ChatGPT deinen Betrieb kennt, kannst du selbst testen.
Schritt 1: Prüfe, ob es deinen Betrieb schon gibt
Such deinen Firmennamen und deinen Ort bei Google Maps. Oft existiert schon ein Eintrag, den Google automatisch angelegt hat, zum Beispiel aus Branchenverzeichnissen.
Wenn ja: Leg kein neues Profil an. Ein doppelter Eintrag verwirrt Google und deine Kunden. Spring stattdessen zum Abschnitt über die Übernahme weiter unten.
Schritt 2: Profil anlegen
Such bei Google nach Google Unternehmensprofil erstellen und nimm das Angebot von Google selbst, erkennbar an der Adresse google.com. Melde dich mit dem Firmen-Konto an und gib den Firmennamen exakt in deiner festgelegten Schreibweise ein.
Fantasie-Zusätze wie Elektriker Meier, der Günstigste in der Region sind nicht erlaubt und können zur Sperrung führen. Der Name im Profil muss dein echter Firmenname sein.
Schritt 3: Die richtige Kategorie
Die Hauptkategorie entscheidet mit, bei welchen Suchen dein Profil erscheint. Wähle die genaueste, die es gibt: Elektriker statt Handwerker, Fliesenleger statt Bauunternehmen. Weitere Kategorien kannst du danach ergänzen, wenn du die Leistungen wirklich anbietest.
Schritt 4: Adresse oder Servicegebiet?
Jetzt kommt die Frage, an der viele Handwerker hängen bleiben: Sollen Kunden deine Adresse sehen und dich dort besuchen können?
Hast du eine Werkstatt, einen Laden oder ein Büro mit Kundenverkehr, gib die Adresse an und lass sie anzeigen. Arbeitest du nur beim Kunden, wie die meisten Handwerksbetriebe, wähle Nein und trag stattdessen ein Servicegebiet ein: die Städte oder Landkreise, in denen du arbeitest. Deine Adresse bleibt dann unsichtbar, das Profil funktioniert genauso gut. Gerade wenn du von zu Hause arbeitest, ist das der richtige Weg.
Übertreib es mit dem Gebiet nicht. Google empfiehlt in seiner Hilfe als Faustregel rund zwei Stunden Fahrzeit. Ein ehrliches Gebiet wirkt auch auf Kunden glaubwürdiger als halb Deutschland.
Schritt 5: Kontaktdaten und Öffnungszeiten
Trag deine Telefonnummer und, falls vorhanden, deine Website ein. Bei den Öffnungszeiten gilt: ehrlich bleiben. Trag die Zeiten ein, zu denen wirklich jemand ans Telefon geht. Ein Profil mit durchgehend geöffnet, bei dem nachts niemand abnimmt, produziert genau die enttäuschten Anrufer, die später schlechte Bewertungen schreiben.
Schritt 6: Die Bestätigung
Google will wissen, dass es deinen Betrieb wirklich gibt. Je nach Fall bietet Google dir dafür Telefon, Video oder einen Brief mit Code an. Welchen Weg du bekommst, entscheidet Google, du kannst ihn dir nicht aussuchen.
Beim Video führst du in einer Aufnahme durch deinen Betrieb. Zeig, was zusammenpasst: das Firmenschild oder dein beschriftetes Fahrzeug, dein Werkzeug oder Lager, und zum Schluss, dass du Zugang zu den Räumen hast, also zum Beispiel das Aufschließen. Die Adresse im Video muss zu der im Profil passen. Beim Brief kommt eine Postkarte mit Code an die eingetragene Adresse, den trägst du im Profil ein.
Erst nach der Bestätigung ist dein Profil voll öffentlich sichtbar und du hast die Kontrolle über alle Angaben. Per Video oder Telefon geht das oft am selben Tag, der Brief braucht meist ein bis zwei Wochen.
Wird die Bestätigung abgelehnt, ist das kein Beinbruch. Meist liegt es an Kleinigkeiten: Der Name im Profil weicht von dem auf Schild und Fahrzeug ab, im Video ist die Adresse nicht zu erkennen, oder das Servicegebiet passt nicht zur angegebenen Adresse. Räum den Punkt auf und starte die Bestätigung neu. Wenn du dabei hängen bleibst, hilft der Kontakt zum Google-Support über den Hilfebereich im Profil weiter.
Schritt 7: Fotos und Leistungen
Ein bestätigtes Profil ohne Fotos wirkt wie ein Rohbau. Lade zum Start dein Logo, ein Foto von dir oder deinem Team, dein Fahrzeug und zwei, drei echte Baustellen hoch. Echt schlägt Hochglanz.
Trag danach deine Leistungen einzeln ein, mit den Worten, die Kunden benutzen: Wallbox-Montage, Badsanierung, Dachrinne reparieren. Kunden suchen nach ihrem Problem, nicht nach deiner Berufsbezeichnung.
Wenn der Eintrag schon existiert: übernehmen statt neu anlegen
Hat Google deinen Betrieb schon angelegt, steht im Eintrag der Hinweis Inhaber dieses Unternehmens?. Tippe darauf, melde dich mit dem Firmen-Konto an und durchlaufe dieselbe Bestätigung wie oben. Danach gehören Eintrag und alle Angaben dir.
Wie du ein übernommenes Profil danach richtig aufräumst, liest du in unserem Beitrag über die 5 häufigsten Fehler im Google-Profil.
Typische Stolpersteine beim Erstellen
Diese Punkte kosten beim Anlegen am häufigsten Zeit oder führen später zu Ärger:
- Ein zweites Profil anlegen, obwohl schon eines existiert. Doppelte Einträge teilen deine Bewertungen auf und verwirren Google. Immer erst suchen, dann übernehmen.
- Das Profil auf dem privaten Konto eines Mitarbeiters anlegen. Verlässt die Person den Betrieb, hängst du an ihrem Zugang.
- Werbewörter oder den Ort in den Firmennamen schreiben. Erlaubt ist nur der echte Firmenname, sonst droht die Sperrung.
- Adresse anzeigen lassen, obwohl du vom Wohnhaus aus arbeitest. Dann steht deine Privatadresse im Netz. Servicegebiet wählen.
- Eine zu allgemeine Hauptkategorie wählen. Handwerker ist keine Kategorie, für die jemand sucht, Elektriker schon.
- Nach der Bestätigung aufhören. Ein Profil ohne Fotos, Leistungen und Bewertungen bleibt ein Rohbau.
Die ersten 30 Tage
Ein frisches Profil braucht Futter. Drei Dinge bringen am Anfang am meisten:
- Bitte deine nächsten drei zufriedenen Kunden um eine Bewertung und antworte auf jede.
- Lade nach jeder passenden Baustelle ein Foto hoch, direkt vom Handy.
- Schau nach zwei Wochen einmal rein: Google schlägt manchmal selbst Änderungen vor, die du prüfen und ablehnen oder annehmen solltest.
Und erwarte keine Wunder in der ersten Woche. Ein Profil wächst mit Pflege, Bewertungen und der Zeit. Was du heute einträgst, ist das Fundament, nicht das fertige Haus. Welche Stellschrauben danach am meisten bringen, haben wir in den 7 Hebeln zum Optimieren zusammengestellt.
Wie lange dauert es, bis das Profil sichtbar ist?
Das Anlegen selbst ist in einer halben Stunde erledigt. Sichtbar wird das Profil nach der Bestätigung: per Video oder Telefon oft am selben Tag, per Brief meist nach ein bis zwei Wochen. Rechne danach noch ein paar Tage ein, bis alle Angaben in Suche und Karte durchgelaufen sind.
Was kostet das Google-Unternehmensprofil?
Nichts. Anlegen, bestätigen und pflegen ist komplett kostenlos. Bezahlen musst du höchstens, wenn du dir bei der Pflege helfen lässt. Anrufe, die dir mit einem angeblich kostenpflichtigen Google-Eintrag drohen, sind eine bekannte Masche: auflegen. Was bezahlte Hilfe kosten darf und woran du unseriöse Angebote erkennst, steht im Beitrag Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?.
Geht das auch ohne Website?
Ja. Das Profil funktioniert auch ohne Website, und für den Start ist es der wichtigere Schritt. Wann sich eine Website zusätzlich lohnt, haben wir in einem eigenen Beitrag beantwortet: Website oder Google-Profil, was zuerst?
Lieber prüfen lassen?
Du hast dein Profil angelegt oder übernommen, bist aber nicht sicher, ob alles richtig eingestellt ist? Der kostenlose Kompakt-Check zeigt dir auf 2 Seiten, wo dein Betrieb heute steht und welche Baustellen die größten sind.
Das könnte dich auch interessieren
Wissen, wo dein Betrieb steht?
Der kostenlose Kompakt-Check zeigt dir auf 2 Seiten deine Note und deine größten Baustellen. Unverbindlich und ohne Fachchinesisch.
Kompakt-Check starten

