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Die 5 häufigsten Fehler im Google-Profil

Wir prüfen jede Woche Google-Profile von Handwerksbetrieben. Dabei sehen wir fast überall die gleichen 5 Fehler. Jeder davon kostet Anrufe. Und jeden kannst du selbst beheben.

3. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 21. Juli 2026

Andreas KellerGründer, powerhandwerk
Titelbild zum Ratgeber über die 5 häufigsten Fehler im Google-Profil: dunkle Prägebalken, ein Balken lime-grün markiert

Dein Google-Profil ist oft der erste Eindruck von deinem Betrieb. Über 90 Prozent der Kunden suchen online, bevor sie einen Handwerksbetrieb kontaktieren (Quelle: Bitkom-Studie zur Digitalisierung des Handwerks, mit ZDH). Was sie dort sehen, entscheidet mit, wen sie anrufen.

Hier sind die 5 Fehler, die uns bei unseren Prüfungen am häufigsten begegnen.

1. Die Öffnungszeiten stimmen nicht

Steht in deinem Profil geschlossen, obwohl du arbeitest? Dann ruft der Kunde gar nicht erst an. Er nimmt den nächsten Betrieb in der Liste.

Prüfe deine Zeiten einmal im Quartal. Denk auch an Feiertage und Betriebsferien: Google fragt vor Feiertagen aktiv nach, und ein Profil ohne Antwort wirkt ungepflegt.

So behebst du es:

  • Such deinen Betrieb bei Google Maps und tippe auf Profil bearbeiten. Das geht nur mit dem Google-Konto, das das Profil verwaltet.
  • Prüfe die Zeiten für jeden Wochentag einzeln und trage Feiertage und Betriebsferien als Sonderzeiten ein, am besten gleich fürs ganze Jahr.
  • Stell dir eine feste Erinnerung: einmal im Quartal, 5 Minuten. Das reicht.

2. Bewertungen bleiben ohne Antwort

Eine beantwortete Bewertung zeigt jedem Leser: Hier kümmert sich jemand. Das wirkt auch auf Menschen, die selbst nie eine Bewertung schreiben.

Das gilt besonders für kritische Bewertungen. Antworte ruhig und sachlich, bedanke dich für das Feedback und biete an, die Sache zu klären. Wer nur die 5-Sterne-Bewertungen beantwortet, verschenkt die stärkste Wirkung.

So kann eine Antwort auf eine kritische Bewertung aussehen: Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Dass die Arbeiten später fertig wurden als geplant, ärgert uns selbst. Gern klären wir mit Ihnen, wie wir das in Ordnung bringen. Rufen Sie uns dazu kurz an.

Wichtig dabei: nicht rechtfertigen, nicht diskutieren und keine Auftragsdetails öffentlich machen. Drei ruhige Sätze wirken stärker als jede Verteidigung.

3. Alte Fotos oder gar keine

Kunden entscheiden nach dem, was sie sehen. Zwei Fotos aus dem Jahr 2019 wirken wie ein Betrieb, in dem sich nichts mehr tut.

Lade regelmäßig Fotos von echten Baustellen hoch: vorher und nachher, dein Team, dein Fahrzeug. Das muss nicht perfekt sein. Echt schlägt Hochglanz.

So behebst du es:

  • Mach es dir zur Gewohnheit: ein Foto pro abgeschlossener Baustelle, direkt vom Handy.
  • Gute Motive: vorher und nachher, dein Team bei der Arbeit, dein beschriftetes Fahrzeug.
  • Schau vor dem Hochladen kurz drauf, dass keine Kunden, Hausnummern oder fremde Namen erkennbar sind.

4. Falsche Kategorie, fehlende Leistungen

Google zeigt dein Profil nur dann zu einer Suche an, wenn es versteht, was du anbietest. Viele Profile haben nur eine grobe Kategorie und keine einzelnen Leistungen.

Wähle die genaueste Kategorie, die es für dein Gewerk gibt. Und trage deine Leistungen einzeln ein: Wallbox-Montage sagt mehr als Elektroinstallation. Kunden suchen nach dem konkreten Problem, nicht nach der Berufsbezeichnung.

So behebst du es:

  • Prüfe deine Hauptkategorie: Sie sollte dein Gewerk so genau wie möglich treffen, also Fliesenleger statt Bauunternehmen.
  • Ergänze weitere Kategorien nur für Leistungen, die du wirklich anbietest.
  • Trage deine Leistungen einzeln ein, mit den Worten, die Kunden benutzen: Wallbox-Montage, Badsanierung, Sicherungskasten erneuern.

5. Das Profil gehört dir gar nicht

Viele Profile wurden nie vom Inhaber beansprucht. Google legt Einträge auch ohne dein Zutun an. Solange du das Profil nicht übernommen hast, können Fremde Änderungen vorschlagen, und du bekommst davon nichts mit.

So übernimmst du dein Profil:

  • Such deinen Betrieb bei Google Maps. Siehst du den Hinweis Inhaber dieses Unternehmens?, wurde das Profil noch nie übernommen.
  • Tippe auf den Hinweis und melde dich mit einem Google-Konto an, das dauerhaft zum Betrieb gehört, nicht mit dem Privatkonto eines Mitarbeiters.
  • Google prüft dann, ob du wirklich zum Betrieb gehörst: je nach Fall per Telefon, Video oder Brief mit Code.
  • Nach der Bestätigung gehst du einmal alle Angaben durch. Ab jetzt bekommst du auch mit, wenn jemand Änderungen vorschlägt.

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Nichts. Google verlangt weder für den Eintrag noch für die Verwaltung Geld. Kosten entstehen nur, wenn du dir bei der Pflege helfen lässt, ob von uns oder von anderen. Und sei misstrauisch bei Anrufen, die mit einem angeblich kostenpflichtigen Google-Eintrag drohen: Das ist eine bekannte Masche.

Wie lange dauert die Bestätigung?

Das hängt vom Weg ab, den Google dir anbietet. Per Video oder Telefon geht es oft am selben Tag, der Brief mit Bestätigungscode braucht meist ein bis zwei Wochen. Ein bestehender Eintrag bleibt in dieser Zeit ganz normal sichtbar.

Kannst du mehrere Standorte verwalten?

Ja. Jeder Standort bekommt ein eigenes Profil mit eigener Adresse und eigener Telefonnummer, und du verwaltest alle mit demselben Google-Konto. Wichtig ist, dass jeder Standort wirklich besetzt ist: Ein reiner Briefkasten verstößt gegen die Google-Richtlinien.

Selbst machen oder machen lassen?

Alle 5 Punkte kannst du selbst beheben. Sie kosten kein Geld, nur Zeit und Regelmäßigkeit. Genau daran scheitert es nach 10 Stunden Baustelle am häufigsten.

Wenn du wissen willst, wo dein Betrieb heute steht: Der kostenlose Kompakt-Check zeigt dir deine Note und deine größten Baustellen auf 2 Seiten.

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